Handwerkskammer ehrt Sieger des Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammerebene

Kammerpräsident Heinrich Traublinger, MdL a.D. (links) und der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand (rechts), gratulieren Markus Reiterberger, Kammersieger im Handwerk: Zweiradmechaniker (Fachrichtung Motorradtechnik).

Der Kammerpräsident betonte, dass es Deutschland auch dank des Handwerks wirtschaftlich gut gehe: “Die Zahl der Beschäftigten steigt, die Auftragslage ist hervorragend. Doch damit das so bleibt, müssen wir weiterhin erstklassige Leute für das Handwerk gewinnen. Unseren Nachwuchs kaufen wir nicht ein, sondern bilden ihn traditionell selbst aus. Und genau darin liegt auch die Stärke des Handwerks.” Zwei Drittel der Auszubildenden kommt von der Mittelschule. “Deshalb müssen wir sie stärken und nicht durch die Hintertür eine Einheitsschule einführen”, forderte Traublinger.

Traublinger empfahl den Siegerinnen und Siegern als nächsten Schritt auf ihrem Karriereweg den Erwerb des Meistertitels. Alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen einer Meisterprüfung oder einer anspruchsvollen Fortbildung des Handwerks erhalten seit dem 1. September 2013 den “Meisterbonus”, der mit 1.000 Euro dotiert ist. “Das bayerische Handwerk, hat mit Erfolg dafür gekämpft, dass mit der Abschaffung der Studiengebühren auch diejenigen entlastet werden müssen, die sich beruflich weiterqualifizieren möchten”, berichtete Traublinger, der außerdem auf die Begabtenförderung berufliche Bildung hinwies. Im Rahmen dieses Förderprogramms können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 6.000 Euro Unterstützung beantragt werden.

Weiterhin gibt es für Handwerkerinnen und Handwerker eine Reihe von Studiengängen, die speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten sind. Dazu gehört auch der von der Handwerkskammer und der Hochschule für angewandte Wissenschaften München entwickelte berufsbegleitende Bachelorstudiengang “Unternehmensführung”. Wer den Meisterbrief oder den Betriebswirt (HWK) mitbringt, erhält eine umfangreiche Anrechnung der handwerklichen Weiterbildungsabschlüsse. Das Studium kann so um bis zu sechs Semester verkürzt werden.

Abschließend dankte der Kammerpräsident neben den Betrieben und den Ausbildern auch den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse, den Lehrkräften der Berufsschulen und den Eltern: “Sie alle sind die Väter und Mütter des Erfolges der frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen.”

Für die Landeshauptstadt München gratulierte Stadtrat Alexander Reissl. Im Rahmen der Veranstaltung ehrte die Handwerkskammer außerdem zehn verdiente Ausbilder. Diese erhielten von Christoph Hillenbrand, Regierungspräsident von Oberbayern, eine Urkunde des Bayerischen Wirtschaftsministers.

Die Innung für Kälte- und Klimatechnik sowie die Innung mechanischer Metallhandwerke gratuliert hiermit herzlichst ihren Siegern Maximilian Oellbrunner, Mechatroniker für Kältetechnik sowie Denis Kokott (war leider verhindert), Zweiradmechaniker (Fachrichtung Fahrradtechnik) und Markus Reiterberger, Zweiradmechaniker (Fachrichtung Motorradtechnik).

Quelle: Handwerkskammer für München und Oberbayern